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Warum Schmerz mehr ist als ein Symptom –und wie mein Weg zur ganzheitlichen Therapie entstand

Aktualisiert: 17. Jan.


Schmerz kommt selten plötzlich. Er ist oft das Ergebnis eines langen Weges – geprägt von Überlastung, Fehlhaltungen, Stress, emotionalen Erfahrungen und einem Körper, der gelernt hat, zu kompensieren statt zu heilen.


Mein Name ist Angela Loewer, und mein Beruf ist nicht nur meine Arbeit – er ist meine Berufung. Mein Weg in die ganzheitliche Schmerz-, Bewegungs- und Ernährungstherapie begann nicht in einem Lehrbuch, sondern mitten im Leben.


Wenn das eigene Kind der größte Lehrmeister wird


Im Jahr 2011 wurde mein Sohn Tim mit einer schweren Hüftdysplasie Grad 5b geboren. Die Prognosen waren zunächst alles andere als hoffnungsvoll. Operationen, lange Krankenhausaufenthalte und intensive Physiotherapie bestimmten unseren Alltag. Fast sein gesamtes erstes Lebensjahr verbrachten wir zwischen Kliniken und Therapieräumen.


Täglich führte ich mit ihm Physiotherapie durch, baute seine stark geschwächte Hüft- und Rumpfmuskulatur auf und lernte, Bewegungen nicht nur auszuführen, sondern zu verstehen. Ich spürte, wann eine Übung zu viel war, wann sein Körper bereit für den nächsten Schritt war – und wann es Geduld brauchte.


In dieser Zeit entdeckte ich etwas Entscheidendes: Ein sehr feines Gespür für den menschlichen Körper, für Spannungen, Ausweichbewegungen und Blockaden. Durch die vielen Übungen konnte ich auf ihn geziehlt einwirken. Nach zwei Jahren war seine Hüfte vollständig ausgeheilt. Heute ist er ein aktiver junger Mensch, der leidenschaftlich gern Fußball spielt und sich frei und schmerzlos bewegt.


Ernährung als Fundament von Gesundheit – und die Kraft von Mindset


Einige Jahre später stellte mich das Leben erneut vor eine große Herausforderung. Meine Tochter Lisa wurde 2016 mit Zöliakie geboren – eine Diagnose, die lange unentdeckt blieb. Ihre ersten Lebensmonate waren geprägt von starken Schreikrämpfen, blutigen Durchfällen und unzähligen Arztbesuchen.


Als die Diagnose schließlich feststand, folgte die nächste Ernüchterung: Wir wussten zwar, was sie hatte – doch wir erhielten kaum Unterstützung dabei, wie ein gesundes, normales Leben mit dieser Erkrankung möglich sein sollte. Die Prognosen waren zurückhaltend, teils sehr begrenzend.


In dieser Zeit stellte sich heraus, dass auch ich selbst an Zöliakie leide und mein Sohn eine Glutenunverträglichkeit hat. Ernährung war plötzlich kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Schlüssel für Gesundheit, Entwicklung und Lebensqualität.


Ich entschied mich bewusst, nicht nur die Diagnose zu akzeptieren, sondern aktiv Verantwortung zu übernehmen. Neben einer konsequenten glutenfreien Ernährung begann ich mich intensiv mit Darmgesundheit, Entzündungsprozessen, Nährstoffversorgung – und vor allem mit mentaler Arbeit, innerer Haltung und Mindset auseinanderzusetzen.


Entgegen nahezu allen ärztlichen Prognosen ging ich diesen Weg mit großer Konsequenz, Geduld und Vertrauen in die Selbstheilungskräfte des Körpers.


👉 Mit Erfolg:

Seit April 2025 kann Lisa wieder ganz normal essen, es sind keine Antikörper mehr nachweisbar, sie hat keinerlei Einschränkungen und entwickelt sich körperlich wie emotional prächtig. Heute ist sie vollständig ausgeheilt – nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern durch das Zusammenspiel aus Ernährung, weiteren unterstützenden Maßnahmen und intensiver mentaler Arbeit.


Diese Erfahrung hat mein Verständnis von Gesundheit tief geprägt: Der Körper folgt nicht nur biochemischen Regeln – er reagiert auch auf Sicherheit, Vertrauen, innere Ausrichtung und emotionale Stabilität.


Vom persönlichen Schicksal zur professionellen Therapie


Die Pflege meiner an Krebs verstorbenen Mutter war ein Wendepunkt in meinem Leben. Nach ihrem Tod entschied ich mich 2017 bewusst, meinen bisherigen beruflichen Weg hinter mir zu lassen und einen neuen Weg einzuschlagen – mit dem Ziel, Menschen fundiert, ganzheitlich und nachhaltig zu unterstützen.


Ich absolvierte eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin an der Josef-Angerer-Schule in München und sammelte mehrere Jahre praktische Erfahrung als Assistenz bei Heilpraktikern.


Zusätzlich ließ ich mich zur Liebscher & Bracht Schmerz- und Bewegungstherapeutin ausbilden. Seit 2022 arbeite ich täglich mit dieser Methode – besonders erfolgreich bei chronischen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und therapieresistenten Beschwerden.


Warum ich Schmerzen ganzheitlich betrachte


In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder dasselbe Muster: Viele Menschen haben eine lange medizinische Odyssee hinter sich. Befunde, Spritzen, Medikamente – aber keine nachhaltige Lösung.

Schmerz ist für mich kein isoliertes Problem. Er entsteht oft durch:


  • myofasziale Spannungen

  • Bewegungsmangel oder Fehlbelastung

  • Stress und ein überlastetes Nervensystem

  • entzündliche Prozesse

  • emotionale Daueranspannung

  • Traumata


Deshalb arbeite ich nicht symptomorientiert, sondern ursachenbasiert – mit dem Ziel, dem Körper seine natürliche Beweglichkeit und Regulation zurückzugeben.


Faszination Faszien & der nächste Schritt


Das myofasziale System fasziniert mich bis heute zutiefst. Es erklärt, warum Schmerzen oft nicht dort entstehen, wo sie gespürt werden, und warum reine Kräftigung oder passive Behandlungen häufig nicht ausreichen.


Seit Januar 2026 erweitere ich meine Expertise durch eine Ausbildung zur Sporttherapeutin nach dem Healing-Humans-Therapiesystem und Mind Set Coach. Dieses System vereint:


  • moderne wissenschaftliche Erkenntnisse

  • funktionelles, ganzheitliches Training

  • langjährige Erfahrung aus der Arbeit mit über 10.000 Menschen


Ziel ist es, biomechanische Dysbalancen gezielt zu lösen und chronische Schmerzzustände langfristig zu verändern – nicht nur zu lindern.


Bewegung – mein persönliches Fundament


In meiner Jugend war ich Leistungsschwimmerin. Ich absolvierte Wettkämpfe auf Landesmeisterschaften, bayerischen Meisterschaften und war sogar bei den Deutschen Meisterschaften dabei. Die Begeisterung für Bewegung, Körpergefühl und Leistungsfähigkeit begleitet mich bis heute. Ich trainiere heute noch regelmäßig, gehe nach wie vor ins Schwimmbad und betreibe zusätzlich Kraftsport und gebe mit großer Leidenschaft Engpassdehnungs- und Faszienkurse, weil ich davon überzeugt bin:

👉 Bewegung ist Medizin – wenn sie richtig eingesetzt wird.


Einen sehr schönen Blogartikel über das Schwimmen und meiner Trainingsroutine finden Sie hier:


Mein Anspruch an Therapie


Ich arbeite nicht nach Schema F aber nach Goldstandart. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seinen Körper, sein Nervensystem und seine Belastungen mit.


Mein Ziel ist es, Menschen:


  • wieder in Kontakt mit ihrem Körper zu bringen

  • Schmerzen verständlich zu machen

  • Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zu stärken

  • und nachhaltige Veränderung zu ermöglichen


Ganzheitlich. Ehrlich. Individuell.


Ein persönliches Fazit


Mein Weg in die Therapie war nie geplant – er war notwendig. Er entstand aus Verantwortung, aus Liebe, aus Herausforderungen, die mich gezwungen haben, tiefer zu schauen, genauer hinzuhören und den menschlichen Körper in seiner Gesamtheit zu verstehen.


Ich habe erlebt, was möglich ist, wenn man nicht aufgibt. Wenn man Symptome nicht als Endpunkt betrachtet, sondern als Einladung, Ursachen zu erkennen. Wenn man Körper, Geist und Nervensystem als Einheit begreift.


All diese Erfahrungen – als Mutter, als pflegende Angehörige, als Therapeutin – fließen heute in meine Arbeit ein. Nicht aus Lehrbüchern allein, sondern aus gelebtem Wissen. Aus dem Vertrauen heraus, dass Heilung möglich ist, wenn man den richtigen Rahmen dafür schafft.


Ich begegne jedem Menschen individuell – ohne starre Konzepte und ohne pauschale Versprechen. Dafür mit Offenheit, fundiertem Fachwissen, langjähriger Erfahrung und einem sehr feinen Gespür für den menschlichen Körper sowie mit tiefem Respekt vor dem eigenen Tempo jedes Einzelnen.


Mein Anliegen ist es, Menschen wieder in Verbindung mit sich selbst zu bringen – mit ihrem Körper, ihrer Kraft und ihrer inneren Stabilität.


Denn nachhaltige Veränderung beginnt dort, wo Verständnis, Bewegung, Ernährung und innere Haltung zusammenfinden.


Wenn Sie spüren, dass es Zeit ist, einen neuen Weg zu gehen, begleite ich Sie gern dabei.


Herzlichst,

Angela



Foto: Privataufnahme, Januar 2026





 
 
 
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