Magnesium – das unterschätzte Multitalent
- Angela Loewer
- 23. Apr. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Jan.
Ursachen - Symptome - Bedarf

Magnesiumarten, Wirkung & welche Form bei welchen Beschwerden wirklich hilft
Wir kennen es alle: Man ist mitten im Training – vielleicht beim Joggen, Fußball oder im Fitnessstudio – und plötzlich schießt ein heftiger Schmerz in die Wade. Nichts geht mehr. Ein Wadenkrampf. Oft wird dann schnell klar: Magnesium! Doch Magnesium ist weit mehr als ein „Krampfmineral“. Und vor allem: Nicht jede Magnesiumform wirkt gleich.
In diesem überarbeiteten und erweiterten Artikel erfährst du:
warum Magnesium für fast jede Körperfunktion essenziell ist
wann dein Bedarf deutlich steigt
welche Magnesiumarten es gibt
welche Form bei welchen Beschwerden am besten geeignet ist
worauf du bei Dosierung & Qualität achten solltest
Was ist Magnesium eigentlich?
Magnesium (Mg) ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff und an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Es wirkt als Aktivator für Enzyme, die unter anderem:
Energie (ATP) bereitstellen
Nerven- und Muskelreize steuern
Herzrhythmus stabilisieren
Knochenstoffwechsel regulieren
Vitamin D aktivieren (in der Niere!)
👉 Ohne Magnesium keine Energie, keine Entspannung, keine stabile Muskel- und Nervenfunktion.
Ein erwachsener Mensch hat ca. 20–25 g Magnesium im Körper –davon befinden sich:
ca. 60 % in Knochen
ca. 39 % in Zellen & Muskulatur
nur etwa 1 % im Blut
💡 Wichtig: Ein normaler Blutwert schließt einen Magnesiummangel nicht aus!
Wann ist der Magnesiumbedarf erhöht?
Ein erhöhter Bedarf entsteht u. a. bei:
körperlichem & emotionalem Stress
Sport (besonders Ausdauer- & intensives Krafttraining)
Schwangerschaft & Stillzeit
starkem Schwitzen (Sauna, Sommer, Fieber)
Diäten, Fasten, Low-Carb
Alkoholkonsum
Durchfall & Erbrechen
Diabetes mellitus
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Nierenerkrankungen
chronischen Schmerzen & Muskelverspannungen
👉 Der normale Tagesbedarf liegt bei 300–400 mg,bei Stress, Sport oder Verlusten kann er bis auf 600–800 mg steigen (individuell!).
Medikamente als „Magnesiumräuber“
Viele Menschen haben einen Mangel, ohne es zu wissen, weil bestimmte Medikamente Magnesium verbrauchen oder ausschwemmen:
Entwässerungstabletten (Diuretika)
Blutdruckmedikamente
Antibiotika
Antibabypille
Medikamente gegen Wechseljahrsbeschwerden
Asthmasprays
Kortison
➡️ Bei langfristiger Einnahme ist eine gezielte Magnesiumzufuhr besonders wichtig.
Magnesium aus Lebensmitteln – gut, aber oft nicht genug
Magnesiumreiche Lebensmittel sind u. a.:
Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne
Mandeln, Cashews
Leinsamen, Chiasamen
Haferflocken
Banane
dunkle Schokolade (ab 70 %)
💡 Problem:Stress, ausgelaugte Böden & Verarbeitungsprozesse führen dazu,dass selbst eine „gesunde Ernährung“ oft nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken.
Die wichtigsten Magnesiumarten – und welche bei welchen Beschwerden hilft
1. Magnesiumcitrat – der Klassiker
Sehr gut bioverfügbar
Hilft besonders bei:
Muskelkrämpfen
Muskelverspannungen
Sport & Regeneration
Verstopfung (leicht abführend)
akutem Mangel
✔ schnelle Aufnahme✖ kann bei empfindlichen Menschen Durchfall auslösen
➡️ Ideal bei Krampfadern, Wadenkrämpfen, sportlicher Belastung
2. Magnesiumbisglycinat (Glycinat) – für Nerven & Psyche
Magnesium gebunden an die Aminosäure Glycin
Hilft besonders bei:
Stress & innerer Unruhe
Angstzuständen
Schlafstörungen
Reizdarm
sensibler Verdauung
✔ sehr gut verträglich✔ wirkt beruhigend auf das Nervensystem✖ etwas teurer
➡️ Meine Top-Empfehlung bei Stress, Schlafproblemen & chronischen Schmerzen
3. Magnesiummalat – für Energie & Muskeln
Gebunden an Apfelsäure
Hilft besonders bei:
Erschöpfung
Müdigkeit
Fibromyalgie
Muskel- & Gelenkschmerzen
Energiemangel
✔ unterstützt die Zellenergie✔ weniger abführend
➡️ Ideal bei chronischer Müdigkeit & Muskelschmerzen
4. Magnesiumtaurat – fürs Herz
Gebunden an Taurin
Hilft besonders bei:
Herzrhythmusstörungen
Extrasystolen
Bluthochdruck
innerer Anspannung
✔ unterstützt Herz & Gefäße✔ sehr gut verträglich
➡️ Optimal bei Herz-Kreislauf-Beschwerden
5. Magnesiumoxid – eher ungeeignet
Sehr geringer Aufnahmegrad
❌ schlechte Bioverfügbarkeit❌ häufige Nebenwirkungen❌ oft in Billigpräparaten enthalten
➡️ Nicht empfehlenswert, auch wenn es günstig ist.👉 Hier spart man definitiv am falschen Ende.
6. Magnesiumchlorid & Magnesiumöl – äußerlich angewendet
Anwendung:
Spray oder Bad
Aufnahme über die Haut
Hilft bei:
lokalen Muskelverspannungen
Krämpfen
empfindlichem Darm
✔ umgeht den Magen-Darm-Trakt✔ ideal zusätzlich zur oralen Einnahme
Typische Symptome eines Magnesiummangels
Ein Mangel kann sich sehr vielfältig äußern:
Muskelkrämpfe (auch nachts)
Muskelzuckungen (z. B. Augenlid)
Verspannungen
Nervosität, Reizbarkeit
Angst & depressive Verstimmungen
Schlafstörungen
Verstopfung
Herzstolpern / Extrasystolen
starke Menstruationskrämpfe
Krämpfe ohne Belastung
👉 Lidzucken & spontane Muskelzuckungen sind oft ein Zeichen für einen bereits ausgeprägten Mangel.
Akuter Muskelkrampf – was tun?
Muskel sofort in Gegenrichtung dehnen
sanft ausmassieren
Flüssigkeit zuführen
langfristig auf ausreichende Magnesiumzufuhr achten
⚠️ Wichtig: Magnesium wirkt nicht sofort –es muss regelmäßig zugeführt werden, bevor der Mangel entsteht.
Dosierung & Verträglichkeit
Beginne mit 200–300 mg/Tag
bei Bedarf langsam steigern
auf mehrere Portionen am Tag verteilen
Zu viel Magnesium kann führen zu:
Durchfall
Übelkeit
➡️ In diesem Fall:
Einnahme pausieren
Flüssigkeit, Salz & Elektrolyte ausgleichen
Fazit
Magnesium ist kein simples Nahrungsergänzungsmittel, sondern ein Schlüsselmineral für:
Muskeln
Nerven
Herz
Psyche
Energie
👉 Entscheidend ist die richtige Magnesiumform – passend zu deinen Beschwerden.
Wenn du unsicher bist, welche Magnesiumart für dich sinnvoll ist oder du trotz Einnahme Beschwerden hast, sprich mich gerne an.
📩 Kontakt: info@angela-loewer.de
📞 Telefon: 0151-403 44 114
Ich berate dich gern ganzheitlich – und ja:
Auch Massagen & schnelle Termine sind möglich.
Herzlichst
Deine Angela 💛



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